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A B C D E F G I K L M P R S T U V W Z Ablaufleistung Auszahlungsbetrag, die bei Eintritt des Versicherungsfalls vom Versicherer geleistet wird (in den USA: Face Value). Abschlusskostenquote Die Abschlusskostenquote gibt an, wie viel der gezahlten Prämien in Prozent der Beitragssumme des Neugeschäfts für Provisionen und Vertragsabschlussaufwendungen vom Versicherer benötigt werden. Sie ist Indikator für die Höhe der Belastung des generierten Wachstums. Agent Agent ist, wer von einem Versicherer ständig damit betraut ist, für diesen Produkte zu vermitteln oder für diesen Versicherungsverträge zu vermitteln oder zu schließen. Agio Das Agio bezeichnet einen Aufschlag auf die Beteiligungssumme, den der Anleger einmalig bei seinem Beitritt leisten muss. Das Agio wird von der Gesellschaft in der Regel für die Kosten des Vertriebes verwendet. Aktienquote Die Aktienquote bezeichnet den Anteil von Aktien an den gesamten zinstragenden Anlagen des Versicherers. Um die Versicherungsnehmer vor zu großen Kursverlusten am Aktienmarkt zu schützen, dürfen deutsche Versicherungsgesellschaften maximal 35% des zinstragenden Kapitals in Aktien investieren. Im Jahr 2002 lag die Aktienquote der deutschen Versicherer bei durchschnittlich ca. 8 bis 10 %. Aktuar Versicherungsmathematiker, der finanztechnische Sachverhalte und Risiken berechnet und Erfahrungswerte und statistische Standardtabellen mit in die Berechnungen einfließen lässt. Aktuarielle Berechnung Siehe Aktuar, versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis von aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Asset-Liability-Management Verbindlichkeitsorientiertes Kapitalmanagement, d. h. kontinuierliche, planmäßige und aktive Betreuung von Kapitalanlagen zur Steuerung und Optimierung der langfristigen Anlagestrategie sowie zur Abstimmung der Anlagestrategie auf die Art und Zusammensetzung der Leistungsverpflichtungen. Ausschüttung Anteilige Verteilung liquider Mittel an die Anleger. Die Höhe der Ausschüttung orientiert sich an der Liquiditätssituation der Gesellschaft. Ausschüttungen für ein Wirtschaftsjahr erfolgen meistens im Folgejahr auf Basis eines Gesellschafterbeschlusses. In der Regel sieht der Gesellschaftsvertrag die Möglichkeit einer Vorabausschüttung im laufenden Geschäftsjahr vor. Basic Sum Assured vgl. garantierte Versicherungssumme Beitragsrendite (auch: Vertragsrendite) Die Beitragsrendite beschreibt die Verzinsung der während der Vertragslaufzeit gezahlten Prämien (Beiträge) durch die garantierte Ablaufleistung sowie die gewährte Überschussbeteiligung. Bewertungsreserven Auf der Aktivseite der Bilanz weisen Versicherer ihre Kapitalanlagen aus. Die hierin zu Anschaffungskosten ausgewiesenen Kapitalanlagen werden mit dem Buchwert in der Bilanz angegeben. Abweichend dazu kann der an den Kapitalmärkten erzielbare Wert höher oder niedriger sein. Dieser entspricht dem Marktwert. Liegt der Marktwert über dem Buchwert, so verfügt der Versicherer über Bewertungsreserven, die so genannten stillen Reserven. Liegt der Marktwert unter dem Buchwert, so spricht man von stillen Lasten. Diese entstehen durch unterlassene Abschreibungen auf den höheren Buchwert. Blind-Pool Bezeichnung für ein Fondskonzept, bei dem das Portfolio oder Anlageobjekt erst nach dem Beitritt der Anleger sukzessive von dritten Parteien zusammengestellt wird. Broker Makler, der für fremde Rechnung, d.h. gegen Kommission, für seine Kunden Wertpapiere kauft und verkauft. Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Die BaFin ist eine rechtsfähige, dem Bund unterstellte Anstalt des öffentlichen Rechts im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Finanzen. Die BaFin vereint die Geschäftsbereiche der ehemaligen Bundesaufsichtsämter für das Kreditwesen (Bankenaufsicht), für das Versicherungswesen (Versicherungsaufsicht) sowie für den Wertpapierhandel (Weltpapieraufsicht/Asset-Management) in sich und führt diese weiter. Contestability Period So genannte Anfechtbarkeitsperiode, die in den USA, anders als im deutschen Lebensversicherungssektor, bei jeder Risikolebensversicherung vorgesehen ist. Sie beträgt, je nach Police und Gesellschaft, 1 - 3 Jahre. Nach diesem Zeitraum sind die Versicherungsgesellschaften gesetzlich verpflichtet, die Versicherungssumme im Todesfall auszuzahlen, auch wenn der Versicherte im Antrag der Police unwahre Angaben machte oder Suizid begeht. Cooling Off Period Zeitraum, in der der Versicherungsverkäufer einer US-Police von der Transaktion zurücktreten kann. Deckungskapital Als Deckungskapital wird bei deutschen Versicherungsgesellschaften derjenige Anteil der eingezahlten Prämien bezeichnet, der als Sparanteil mit garantierter Mindestverzinsung (derzeit 2,75% für deutsche LV-Policen) im Deckungsstock der Versicherungsgesellschaft angelegt wird. Im Gegensatz hierzu steht der Risikoanteil, der für die Deckung der Sterbefall-Leistungen angelegt wird. Deckungsrücklage In bestimmten Versicherungssparten (Lebens-, Unfall-, Haftpflicht-, Krankenversicherung) muss von deutschen Versicherern ein Teil der eingenommenen Prämien verzinslich angelegt werden. Diese Prämienreserve wird Deckungsrücklage genannt. Deckungsrückstellung In der deutschen Lebensversicherung ergibt die Addition aller Deckungskapitalien für einzelne Lebensversicherungsverträge die Deckungsrückstellung, also die Summe der Verbindlichkeiten gegenüber den Versicherten. In der Bilanzdarstellung befindet sich diese Position auf der Passivseite. Deckungsstock Der Deckungsstock ist das Gegenstück zur Deckungsrückstellung und bezeichnet die Summe aller Vermögenswerte, die eine deutsche Lebensversicherung zur Erfüllung der in der Deckungsrückstellung zusammengefassten Verbindlichkeiten gegenüber den Versicherten besitzt. In der Bilanzdarstellung befindet sich diese Position auf der Aktivseite. Da jederzeit gewährleistet sein muss, dass die Versicherungsansprüche der Versicherten erfüllt werden können, muss der Deckungsstock gesondert vom übrigen Vermögen der Versicherungsgesellschaft verwaltet werden. Die Anlagewerte müssen in einem Deckungsstockverzeichnis einzeln aufgeführt werden und sind in einem Konkursfall nicht pfändbar. Hinsichtlich des Aufbaus des Deckungsstocks gelten strenge Vorschriften. Erlaubt sind nur folgende Anlageformen:
Streuung des Risikos durch Erwerb einer größeren Anzahl von Assets oder Assetklassen. Doppelbesteuerungsabkommen Abkommen zwischen Staaten, die festlegen, welchem Staat das Besteuerungsrecht für im Ausland erzielte Einkommen und Gewinne zusteht. Britische Lebensversicherungsfonds erzielen z.B. gewerbliche Gewinne in Großbritannien und vermitteln den deutschen Anlegern in Großbritannien steuerpflichtige und in Deutschland freigestellte Einkünfte. Aufgrund von Freibeträgen/Steuersätzen dürfte die Steuerbelastung in Großbritannien für die meisten Anleger sehr gering sein oder entfallen. Eigenmittel Die so genannten Eigenmittel eines Versicherers setzen sich hauptsächlich aus dem vorhandenen Eigenkapital und den freien Rückstellungen (RfB) zusammen. Sie bilden jenen Teil an frei verfügbaren Mittel, der zum Ausgleich von Ertragsschwankungen oder zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Unternehmenslage herangezogen werden kann. Sie stellen eine Sicherheit für die dauernde Erfüllbarkeit der eingegangenen Vertragsverpflichtungen dar. Face Value Vertraglich fixierte Versicherungssumme einer US-Police, die bei Eintritt des Versicherungsfalls vom Versicherer geleistet wird (siehe auch Ablaufleistung). Fair Value Innerer Wert einer (Lebensversicherungs-)Police, der durch finanzmathematische Berechnung näherungsweise ermittelt werden soll. Fondsgebundene Lebensversicherung Bezeichnung für eine Lebensversicherung, bei der der Sparanteil der Prämie in einen oder mehrere (Wertpapier-)Fonds fließt. Formelablaufleistung (englisch: FMV=Formula Maturity Value) Sie wird auf Basis bestehender Bonuszahlungen und Schlusszahlungen derzeitiger Policen des gleichen Anbieters in die Zukunft hochgerechnet. Dieser Wert ergibt rechnerisch die erwartete Gesamtablaufleistung einer Police. Fungibilität Rechtsbegriff für Vertretbarkeit. Bei Fondsgesellschaften ist die Möglichkeit der Veräußerung oder Übertragung von Kommanditanteilen gemeint. Garantieverzinsung Die Garantieverzinsung, auch garantierte Mindestverzinsung oder garantierter Rechnungszins genannt, bezeichnet die von den deutschen Versicherungsgesellschaften zu gewährleistende Mindestverzinsung des Sparanteils der Kapitalversicherung (in Deutschland aktuell 2,75%). Sie bildet die Untergrenze für die jährliche Verzinsung der Sparanteile. Die Höhe der Garantieverzinsung wird zu Beginn der Vertragslaufzeit festgelegt und ist für die gesamte Laufzeit einer Police festgeschrieben. Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) Der GDV wurde 1948 in Köln gegründet und hat seinen Sitz seit 1998 in Berlin. Mitglieder sind 447 Versicherungsunternehmen (davon 46 Zweigniederlassungen ausländischer Unternehmen), der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) sowie der Verband öffentlicher Versicherer. Gemessen an den Brutto-Beitragseinnahmen repräsentieren die Mitglieder etwa 97% des deutschen Versicherungsmarktes. Gesamtverzinsung Die Gesamtverzinsung eines deutschen Versicherungsvertrages ist die Verzinsung, die der Versicherte auf seine eingezahlten Sparanteile erhält. Sie setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: dem Garantiezins und den gewährten Überschüssen. Innerer Wert Wert der angesparten Kapitalanlagen einer Lebensversicherungspolice. Er wird mit Hilfe versicherungsmathematischer Verfahren zur Bestimmung eines angemessenen Kaufpreises geschätzt. Interner Zinsfuß (englisch: Internal Rate of Return = IRR) Finanzmathematische Methode zum objektiven Vergleich verschiedener Anlageformen, welche die Ein- und Auszahlungsströme einer Kapitalanlage unter bestimmten Zins- und Zeitannahmen gegenüberstellt. Das Ergebnis der internen Zinsfußmethode stellt die tatsächliche in einem Investitionsobjekt steckende Verzinsung dar. Die Methode des internen Zinsfußes ist aus Anlegersicht nicht unumstritten,da sie ideale Bedingungen vorsieht, die in der Realität kaum anzutreffen sind. Ein Anleger sollte deshalb mehrere Vergleichsmethoden bei der Bewertung von Investitionsobjekten heranziehen. Investment Grade Rating Rating ist eine Einschätzung der Zahlungsfähigkeit eines Schuldners. Dabei werden Ratingcodes verwendet. Eigene Kriterien der international tätigen Ratingagenturen, wie Moody's oder Standard & Poor's, geben eine bestimmte Stufe des Risikos der Zahlungsfähigkeit wieder. Standard & Poor's teilt die Stufen von AAA bis D ein. AAA drückt eine sehr hohe Sicherheit aus, hingegen D ein sehr hohes Risiko. Mit Investment Grade-Rating sind Versicherungen bezeichnet, die ein Rating von AAA bis BBB aufweisen. IRR (Internel Rote of Return = IRR) Vgl. Interner Zinsfuß Kapitallebensversicherung Als Kapitallebensversicherung wird eine Versicherung bezeichnet, die eine Risikoabsicherung und eine Kapitalanlage miteinander kombiniert. Die Versicherungssumme wird alternativ im Todes- oder im Erlebensfall ausgezahlt. Die gezahlten Versicherungsbeiträge werden zum größten Teil kapitalbringend in einem so genannten Deckungsstock angelegt, ein kleiner Anteil der eingezahlten Prämien wird für den Risikoschutz verwendet. |
Kostenanteil Mit dem Kostenanteil der Prämie werden die Abschlusskosten (Provisionen/Courtagen) und die Verwaltungskosten der Versicherungsgesellschaft bezahlt. Die Abschlusskosten werden bei deutschen Policen dem Versicherungskonto zu Beginn der Laufzeit belastet, was in den ersten Jahren zu sehr geringen Rückkaufswerten führt. Life Settlement Markt Marktsegment am Sekundärmarkt für US-Lebensversicherungen, das sich auf Policen von Versicherten mit einer Lebenserwartung von über 24 Monate beschränkt. Maturity Value Ablaufleistung einer britischen Police. Die Komponenten bestehen aus garantierter Versicherungssumme, zugewiesenen Boni und Schlußbonus. Medical Underwriter Gesellschaft, die US-Todesfall-Versicherungen vor dem Verkauf evaluiert und eine Prognose über die zu erwartende Restlaufzeit abgibt. Dabei werden Informationen über die spezifische medizinische Situation des Versicherten und allgemeine aktualisierte Tabellen in die Prognose mit integriert. Progressionsvorbehalt Vgl. Doppelbesteuerungsabkommen. Protektor Lebensversicherungs-AG Die Protektor Lebensversicherungs-AG wurde von allen deutschen Lebensversicherungsunternehmen gegründet, die Mitglied im Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) sind, um Versicherte vor den Folgen der Insolvenz eines Lebensversicherers zu schützen. Die Protektor Lebensversicherungs-AG steht für alle Verpflichtungen ein, die sich aus den Versicherungsverträgen notleidender Unternehmen ergeben. Damit sind alle vertraglich garantierten Leistungen gesichert. Die Protektor Lebensversicherungs-AG arbeitet im Einvernehmen mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Provider Gesellschaft, die sich mit dem Aufkauf von Lebensversicherungen am US-Sekundärmarkt beschäftigt. Es gibt sie in verschiedenen Ausprägungen. Zum einen ist sie in einer Maklerrolle, wenn sie die Versicherungen nur an den endgültigen Investor weitervermittelt oder zu einem Portfolio bündelt. Zum anderen investiert sie auch eigene Mittel auf eigene Rechnung. Portfoliostrategie Strategie zur Sicherung einer positiven Entwicklung des Fondsvermögens und zur optimalen Ausschöpfung des Potentials des Produkts durch Risikostreuung und Cash-Flow-Optimierung. Purchase Price Kaufpreis einer US-Police. Ratings Die aktuellen Ratings der Versicherungsgesellschaften sind auf der Homepage von Standard & Poor's einsehbar: www.standard-poors.com , vgl. Investment Grade Rating. Rentenversicherung, private Die Rentenversicherung bezeichnet in Deutschland eine Versicherung, bei der der Versicherte monatlich, jährlich oder einmalig Kapital einzahlt, um nach Ablauf der festgelegten Versicherungsdauer entweder das angesparte Kapital plus Zinsen auf einmal zu bekommen (Kapitalwahlrecht) oder um eine lebenslange Rente in Anspruch zu nehmen. Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) Posten auf der Passivseite der Bilanz: Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Sie besteht aus der freien und der gebundenen RfB. Die gebundene RfB ist für die Zuweisung an die Versicherungsnehmer für das kommende Jahr vorgesehen. Innerhalb der freien RfB ist die disponible RfB jener Teil der für Stabilisierungszwecke eingesetzt werden kann. Weiterer Bestandteil der freien RfB ist der Schlussüberschussanteilfonds. Risikoanteil Bei Kapitalversicherungen, die Versicherungsleistungen bei Tod der versicherten Person vorsehen, fließen Versicherungsprämien nicht im vollen Umfang in den zu verzinsenden Deckungsstock (Sparanteil), sondern zu einem Teil in den Risikoanteil, um die Todesfallleistung beim Ableben der versicherten Person vor Ende der Vertragslaufzeit zahlen zu können. Die Höhe des Risikoanteils wird mit Hilfe der Sterbetafeln kalkuliert, in denen die statistische Wahrscheinlichkeit der Todesfälle nach Alter und Geschlecht differenziert verzeichnet ist. Risikolebensversicherung Die Risikolebensversicherung versichert den Todesfall einer Person in einem vertraglich festgelegten Zeitraum mit einer vertraglich festgelegten Versicherungssumme oder Rentenzahlung. Im Todesfall der versicherten Person während der Versicherungsdauer wird die Versicherungssumme an die Bezugsberechtigten ausbezahlt. Risikoüberschuss Treten weniger Versicherungsfälle ein als angenommen, entsteht ein so genannter Risikoüberschuss. Rückkaufswert Der von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft angebotene Wert bei Kündigung einer Lebensversicherungspolice. Schlussbonus=Schlussgewinn In den letzten Jahren der Versicherungsvertragslaufzeit stehen dem Versicherungsnehmer Gewinnanteile zu, die durch die zeitlich verzögerten Entnahmen aus der Rückstellung für die Beitragsrückerstattung erst später zur Auszahlung gelangen. Dieser Schlussgewinnanteil wird bei Versicherungsende fällig. Schlussüberschussanteilsfonds Beschreibt den Teil der freien RfB, der die in Aussicht gestellten Schlussgewinne für die Versicherungsnehmer ansammelt. Bis zur Fälligkeit sind diese Mittel noch nicht endgültig festgelegt und können unter Umständen vom Versicherer anderweitig verwendet werden. Bei Fälligkeit des Vertrages werden diese Anteile aus dem Schlussüberschussanteilsfonds in die gebundene RfB überführt. Settlement Company Lizensierte Makler im US-Zweitmarkt, vgl. Provider. Senior Settlement Markt Marktsegment am Sekundärmarkt für US-Lebensversicherungen, das sich auf die Altersgruppe der Senioren (meistens definiert älter als 60 oder älter als 65 Jahre) beschränkt. Solvabilitätsspanne Unter Solvabilität versteht man die Eigenmittelausstattung eines Versicherungsunternehmens. Solvabilitätsspanne bezeichnet den Betrag der erforderlichen Eigenmittel, der zur Sicherung der dauernden Erfüllbarkeit der Verträge notwendig ist. Die Höhe der Solvabilitätsspanne bemisst sich entweder nach den jährlichen Beiträgen (Beitragsindex) oder nach den durchschnittlichen Aufwendungen für Versicherungsfälle der letzten drei Geschäftsjahre (Schadensindex). Sie entspricht in Deutschland in etwa einem Zehntel der jährlichen Beitragseinnahmen. Sparanteil Der Sparanteil bezeichnet den Teil der eingezahlten Versicherungsprämie, der angespart wird. Im Gegensatz hierzu stehen der Risikoanteil und der Kostenanteil. Der Sparanteil wird zur Ansammlung der vereinbarten Versicherungssumme und zur Erzielung von Zinserträgen verwendet, die möglichst über die Garantieverzinsung hinausgehen. Die Versicherungssumme zuzüglich dieser Zinserträge ergibt die Ablaufleistung, die je nach Dauer und Gestaltung der Lebensversicherung oft das Doppelte der garantierten Versicherungssumme beträgt. Der Sparanteil der Lebensversicherung steigt im gleichen Maß, in dem der Risikoanteil durch Annäherung an den Ablauftermin sinkt. Stille Lasten Sinken für jene Anlagepositionen der Kapitalanlagen, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden, die Marktwerte unter die Buchwerte, entstehen negative Bewertungsreserven, die allgemein als stille Lasten bezeichnet werden. Stille Reserven Liegt der am Kapitalmarkt erzielbare Wert einer Kapitalanlage über dem in der Bilanz angesetzten Wert (Buchwert), entsteht eine positive Reserve (Bewertungsreserve); man spricht auch von stillen Reserven. Term Life Insurance US-amerikanischer Lebensversicherungstyp (reine Risikoversicherung mit fester Laufzeit). Todesfallsumme Die Todesfallsumme ist diejenige Summe, die von dem Versicherer im Falle des Versterbens der versicherten Person an den Versicherungsnehmer (falls dieser nicht identisch mit der versicherten Person ist) oder den Bezugsberechtigten ausgezahlt wird. Tracking Company Dienstleister in den USA, der den Versicherten regelmäßig kontaktiert. Diese Dienstleistung wird auch von anderen Anbietern (Provider, Medical Underwriter, Mittelverwendungskontrolleur) angeboten. Überschussbeteiligung Während der Laufzeit von Lebensversicherungsverträgen können sich Rahmendaten wie z.B. die erzielbaren Zinsen, die Lebenserwartung der Bevölkerung oder die Kosten des Versicherungsbetriebes ändern. Die Versicherungsprämien werden daher mit Sicherheitszuschlägen kalkuliert. Ergeben sich während oder am Ende der Laufzeit hierdurch Überschusse, werden diese den Verträgen gutgeschrieben. Underlaying Value Innerer Wert einer britischen oder US-Lebensversicherungspolice. Überschüsse Die Gesamtverzinsung eines Lebensversicherungsvertrages setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: dem Garantiezins, sowie den darüber hinaus zugeteilten Überschüssen. Mit den Überschüssen wird der Versicherungsnehmer an den Gewinnen des Versicherers beteiligt. Universal Life Insurance US-amerikanischer Lebensversicherungstyp Versicherungsnehmer Die Person, die einen Vertrag mit einem Versicherungsunternehmen abgeschlossen hat. Versicherte Person Die im Vertrag angegebene Person, für die der Versicherungsschutz gilt. Versicherte Person und Versicherungsnehmer müssen nicht übereinstimmen. Viatical Markt Marktsegment am Sekundärmarkt für US-Lebensversicherungen, das sich auf Policen von Versicherungsnehmern beschränkt, die an einer unheilbaren Krankheit leiden und voraussichtlich in den nächsten 6 bis 24 Monaten sterben werden. VLSAA Viatical Viatical and Life Settlement Association of America - amerikanischer Verband für Zweitmarkttransaktionen im Lebensversicherungsmarkt. Der Verband hat strenge Standards entworfen. Die VLSAA trägt zur Entwicklung des Zweitmarktes bei und fördert deren gesetzliche Regulierung. vgl. www.viatical.org Whole Life Insuarance US-amerikanischer Lebensversicherungstyp (Lebenslange Todesfallversicherung). Zweitmarkt Markt für den Handel mit bereits bestehenden ("gebrauchten") (Lebensversicherungs-)Policen. |
