Ihre Fragen - Unsere Antworten
Im folgenden Interview beantwortet Life Bond Geschäftsführer Michael G. Hoesch häufig gestellte Fragen von Verbrauchern, die Interesse am Verkauf Ihrer Lebensversicherung haben.
 
Michael G. HoeschKai M. aus H.: Was sind Ihren Erfahrungen nach die häufigsten Gründe für eine vorzeitige Beendigung einer Kapitallebens- oder Rentenversicherung?

Michael G. Hoesch: Da eine Lebensversicherung in der Regel eine sehr lange Vertragslaufzeit hat, können unterschiedlichste Umstände eintreten, die beim Abschluss der Versicherung noch nicht vorher zu sehen waren. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, Sie benötigen kurzfristig Geld weil Sie Ihren Arbeitsplatz verlieren oder Sie sich scheiden lassen. Manche möchten Ihr Immobiliendarlehen ablösen oder brauchen vielleicht Kapital für den Schritt in die Selbständigkeit bzw. für die Erweiterung Ihres Geschäfts. Bei der in den letzten Jahren immer weiter gesunkenen Mindestverzinsung wäre es auch denkbar, dass ein Inhaber einer Lebensversicherung mit der Rendite nicht mehr zufrieden ist und seine Police deshalb kündigen möchte.
 
Simone V. aus U.: Ich kann die Beiträge meiner Lebensversicherung nicht mehr bezahlen. Habe ich auch Alternativen zur Kündigung bei der Versicherungsgesellschaft?

Michael G. Hoesch: Wenn Sie die Beiträge Ihrer Lebensversicherung nicht mehr bezahlen können, haben Sie grundsätzlich die Möglichkeit, die i.d.R. monatliche Zahlung zu stunden, die Versicherung für einen bestimmten Zeitraum beitragsfrei zu stellen oder den Beitrag zu reduzieren. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich die Überschüsse auszahlen zu lassen. Wenn es Ihnen jedoch nicht nur darum geht, Ihre Beiträge zu sparen, sondern Sie einen großen Geldbetrag benötigen, bietet sich Ihnen eine andere attraktive Alternative: Sie können Ihre Versicherung verkaufen – der Käufer führt die Beiträge weiter, bezahlt Ihnen einen i.d.R. den Rückkaufswert übersteigenden Kaufpreis und erhält dafür die Ablaufleistung aus der Versicherung.
 
Renate U. aus B.: Kann der Versicherer den Verkauf der Lebensversicherung verhindern?

Michael G. Hoesch: Nein. Der Vertrag gehört grundsätzlich dem Versicherungsnehmer und es obliegt ihm, ob er diesen verkaufen möchte und wenn ja, an wen. Der Versicherer wird einem Versicherungsnehmerwechsel also auf jeden Fall zustimmen.
 
Sabine W. aus T.: Wenn Sie heute die Unterlagen für den Verkauf meiner Lebensversicherung bekommen – wie sieht die weitere Vorgehensweise aus und wann kann ich mit der Gutschrift des Kaufpreises rechnen?

Michael G. Hoesch: Wenn wir die benötigten Unterlagen vollständig und korrekt vorliegen haben, und ist die Abtretung Ihrer Police durch die Versicherungsgesellschaft bestätigt, erfolgt die Überweisung des Kaufpreises auf das von Ihnen angegebene Konto. Im Falle einer Treuhandabwicklung erfolgt die Überweisung auf ein Treuhandkonto. Außerdem haben Sie ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Wie lange es vom Angebot bis zum Eingang des Kaufpreises auf Ihrem Konto dauert, hängt maßgeblich von der Servicebereitschaft Ihres Versicherungsunternehmens ab: Erfahrungsgemäß sollten Sie mit vier bis acht Wochen rechnen.
 
Werner K. aus B.: Gibt es bestimmte Faktoren, die für die Kaufpreisberechnung besonders entscheidend sind?

Michael G. Hoesch: Grundsätzlich hängt der Kaufpreis, den wir oder ein Investor für eine Versicherungspolice bezahlen, jeweils von den individuellen Größen des Einzelvertrages ab. Insbesondere die bis zum Verkaufszeitpunkt aufgelaufenen Zinsen und Überschuss-anteile sind ein wichtiger Bestandteil der Kalkulation. Die Frage, ob bislang alle Prämien geleistet wurden oder bereits Beitragsfreistellungen in der Vergangenheit zwischen Ihnen und Ihrer Versicherungs-gesellschaft vereinbart wurden, spielt ebenfalls eine große Rolle.
 
Heinz S. aus S.: Warum kaufen Sie nicht alle Policen, die Ihnen angeboten werden?

Michael G. Hoesch: Grundsätzlich prüft Life Bond jeden Vertrag. Dabei kommt es auf eine ganze Reihe von Kriterien an, zum Beispiel unser internes Rating der Versicherungsgesellschaft oder den abgeschlossenen Tarif. Und natürlich ist die Höhe des Rückkaufwertes für unsere Kalkulation von Belang. Wir müssen uns tatsächlich jeden Vertrag individuell ansehen, um zu entscheiden, ob wir ein Kaufangebot abgeben können.
 
Michael G. HoeschPeter M. aus D.: Gibt es denn auch Alternativen zum Verkauf?

Michael G. Hoesch: Natürlich, für jemanden, der schnell einen größeren Betrag benötigt, kann ein Policendarlehen eventuell sogar die bessere Wahl sein. Bei dieser Variante bekommt der Policeninhaber sofort eine Art Vorschuss auf die spätere Ablaufleistung seiner Versicherung und zahlt dafür während der Darlehens-dauer Zinsen, die jedoch meist unter denen eines regulären Bankkredits liegen. Bei unserem Produkt LifeCredit handelt es sich um ein tilgungsfreies Darlehen, das heißt, es wird erst am Ende der Laufzeit getilgt – im Idealfall sogar direkt aus der Versicherungsleistung. Der große Vorteil liegt darin, dass die Police während der Darlehensphase regulär weiterläuft, und sich dadurch weder etwas an der Ansparsumme, der Überschussbeteiligung noch am Todesfallschutz ändert. Die maximale Höhe eines Policendarlehens orientiert sich übrigens am aktuellen Rückkaufwert inklusive garantierter Überschüsse bzw. bei fondsgebundenen Policen am aktuellen Kurswert.
 
Michael G. Hoesch: Falls Sie noch weitere Fragen an uns haben, senden Sie uns diese einfach per Email – wir beantworten Sie gerne!